Die Champions League des Sexismus, Halbfinale 2

von MANNdat

Ansprache der Kommentatoren

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Zweitplatzierter aus Viertelfinalgruppe 1: Mannschaft 14 – Partei „Bündnis 90/Die Grünen“

Als 14. Mannschaft tritt nun gleich eine ganze Partei an. Nein, nicht wegen der Äußerungen des Herrn Trittin und anderer Spitzenfunktionäre dieser Partei, sondern wegen des zur Satzung dieser Partei gehörenden Frauenstatuts. Für uns Sexismus pur, für den wir hier nur drei Beispiele erwähnen möchten:

Redelisten werden getrennt geführt, Frauen und Männer reden abwechselnd. Ist die Redeliste der Frauen erschöpft, ist die Versammlung zu befragen, ob die Debatte fortgesetzt werden soll.

Wenn keine Frau mehr etwas sagen will (oder keine Frau mehr da ist, die zusätzlich einen Redebeitrag liefern kann), dürfen die Männer auch nichts mehr sagen, es sei denn die Versammlung beschließt diese Selbstverständlichkeit. Meinungsfreiheit à la Grüne.

Die Mehrheit der Frauen einer Bundesversammlung, eines Länderrates und anderer Gremien hat ein Vetorecht mit aufschiebender Wirkung.

Wenn die anwesenden Frauen alleine beschließen, über ein bestimmtes Thema nicht mehr reden zu wollen (und zwar gleichgültig, um was für ein Thema es sich handelt!), ist die Debatte beendet. Die Entscheidung darüber treffen die Frauen alleine, die Männer müssen vorher den Saal verlassen. Interessant ist, dass sich die grünen Männer diesen sexistischen Schwachsinn auch noch gefallen lassen und nicht selten sogar verteidigen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lädt jährlich zu einer Bundesfrauenkonferenz ein und stellt die dafür notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung. Die BFK ist öffentlich für alle Frauen. Sie hat u.a. die Aufgabe, den Dialog mit der Frauenöffentlichkeit herzustellen. (…) Der Frauenrat tagt in der Regel frauenöffentlich.

Das gab es schon einmal. Damals hieß es:„Nur für Weiße“.

Wie heißt es doch im Grundgesetz Art. 3 Abs. 2 „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“. Ob die Grünen diese Lektüre kennen?

Quelle: Frauenstatut der Grünen, Abruf vom 30.03.2013

Sieger aus Viertelfinalgruppe 2: Mannschaft 15 – Karin Dietl-Wichmann

Karin Dietl-Wichmann mag den wenigsten hier bekannt sein. Sie war jedoch Chefredakteurin von „Bunte“, „Cosmopolitan“ und „Miss Vogue“. Zum Zeitpunkt ihrer Buchveröffentlichung „Lass dich endlich scheiden“ wurde sie als eine der führenden Society-Expertinnen Deutschlands betrachtet und war bereits dreimal geschieden. Aus dem Werk stammt folgendes Zitat:

Hier können Sie in die Trickkiste greifen. Warten Sie bis er aus der Wohnung ist. Lassen Sie dann ein neues Schloss einbauen. Kommt er dann nach Hause und verlangt lautstark, eingelassen zu werden, rufen Sie die Polizei. Schildern Sie, dass Ihr Mann gewalttätig wird, dass Sie im Trennungsjahr leben und dauernd Angst vor ihm hätten; die Beamten werden ihn mitnehmen.

Ja, Sie lesen richtig: Das ist unverblümte Anstiftung zu einer kriminellen Handlung, unter Ausnutzung des Gewaltschutzgesetzes. Wenn es gegen Männer geht, ist kriminelles Verhalten von Frauen offensichtlich nicht nur hinnehmbar, sondern Straftaten für Frau Dietl-Wichmann sogar noch empfehlens- und nachahmenswert.

Wer das als Scherz abtut: In einer Buchbesprechung der Talkshow „3 nach 9“ vom 25. Juli 2008 auf Radio Bremen TV sagte die Moderatorin dazu: „Wer von den Zuschauerinnen sich mit dem Gedanken trägt, sich scheiden zu lassen; hier finden Sie wertvolle Tipps; und es macht auch Spaß zu lesen …“

Und die Bildzeitung meint dazu: „Lass dich endlich scheiden!“ Der provokante Ratgeber von Karin Dietl-Wichmann ermuntert dazu, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen!“ Und sei es auf Kosten der Männer und unter Missachtung des Rechtes.

Quelle: Karin Dietl-Wichmann: „Lass dich endlich scheiden“. Heyne Verlag, München, 2008.

Zweitplatzierter aus Viertelfinalgruppe 3: Mannschaft 20 – Ursula von der Leyen (CDU)

Zunächst zur Einstimmung zwei ältere Zitate von Frauen, die sich ebenfalls um den Sexismus verdient gemacht haben. Daran anschließend ein neueres, was belegt, dass diese Geisteshaltung in der aktuellen Politik salonfähig geworden ist:

 Früher 1: »[…]die Anerkennung der Mädchen kann nur auf Kosten der kleinen Buben geschehen.«

Quelle: Marianne Grabrucker in »Typisch Mädchen« 1985; aus  Schmauch, U. (2005): Was geschieht mit den kleinen Jungen? – Ein persönlicher Blick auf die Entwicklung des Jungenthemas von den 70er Jahren bis heute. In: Rose, L./Schmauch, U. (Hrsg.): Jungen – die neuen Verlierer? Königstein/Taunus: Ulrike Helmer Verlag, S. 29..

Früher 2:  »Wenn wir wirklich wollen, dass es unsere Töchter einmal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen.«

Quelle: Frauenzeitschrift EMMA 1986; aus Schmauch, U. (2005): Was geschieht mit den kleinen Jungen? – Ein persönlicher Blick auf die Entwicklung des Jungenthemas von den 70er Jahren bis heute. In: Rose, L./Schmauch, U. (Hrsg.): Jungen – die neuen Verlierer? Königstein/Taunus: Ulrike Helmer Verlag, S. 29

Heute und nach wie vor aktuell:

Ich finde es nicht schlimm, dass Mädchen in Sachen Bildung an den Jungen vorbeiziehen. Wenn es den Mädchen schlechter gehen würde, krähe kein Hahn danach.

Quelle: ehem. Familienministerin und heutige Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), in einem Interview mit der Berliner Zeitung 29.09.2006

Sieger aus Viertelfinalgruppe 4: Mannschaft 22 – Grüne in Goslar

Die Grünen feiern sich selbst ja gerne als antisexistisch und als Vorkämpfer für die Gleichberechtigung. Dass dies alles nicht der Realität entspricht, zeigten ja schon die zuvor zur Auswahl stehenden Zitate von Herrn Trittin, ebenso wie das Frauenstatut der Grünen. Doch die Goslarer Grünen gingen noch einen Schritt weiter und äußerten sich in einer Deutlichkeit, die nichts zu wünschen übrig lässt:

Benachteiligungen von Männern aufzeigen und beseitigen – dies ist nicht unser politischer Wille.

Quelle: Die Grünen im Stadtrat Goslar im Rahmen der „Hexenjagd von Goslar“ – Rausschmiss der Gleichstellungsbeauftragten Ebeling, weil sie zu väterfreundlich war.

 http://www.zeit.de/2011/22/Ortstermin-Goslar Seite 2, Abruf vom 25.03.2013

Die Resultate der Abstimmung:

1. Platz: Zweitplatzierter aus Viertelfinalgruppe 1: Mannschaft 14 – Partei „Bündnis 90/Die Grünen“

2. Platz: Sieger aus Viertelfinalgruppe 4: Mannschaft 22 – Grüne in Goslar

3. Platz: Sieger aus Viertelfinalgruppe 2: Mannschaft 15 – Karin Dietl-Wichmann

4. Platz: Zweitplatzierter aus Viertelfinalgruppe 3: Mannschaft 20 – Ursula von der Leyen (CDU)

 

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Zum Finale und der Abstimmung >>

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