Alle Artikel der Kategorie "Feministische Mythen"

Täter Mann, Opfer Frau? Mythen und Fakten über häusliche Gewalt

Wenn es um häusliche Gewalt geht, liest und hört man in den Medien die stets gleichen Aussagen: dass jede vierte Frau schon einmal Gewalt erlebt hätte, dass Gewalt in Beziehungen eigentlich nur von Männern ausgehe, dass jedes Jahr über 40.000 Frauen ins Frauenhaus flüchten müssten und so weiter. Doch wie steht es um den Wahrheitsgehalt solcher Sätze? Wie ist es bestellt um diejenige Form von Gewalt, die die Medien für gewöhnlich verschweigen - die häusliche Gewalt von Frauen gegen Männer, häusliche Gewalt von Frauen gegen Kinder? MANNdat geht den Halbwahrheiten, Mythen und Medienmärchen auf den Grund, die beim Thema "Häusliche Gewalt" in Umlauf sind, und stellt ihnen Erkenntnisse und Forschungsergebnisse gegenüber, die ein gänzlich anderes Bild zeigen als das, was man tagtäglich in der Zeitung lesen kann.

„Gewalt gegen Frauen ist ein Tabuthema“

Dass häusliche Gewalt, die an Frauen verübt wird, ein "Tabuthema" sei, wird immer wieder behauptet. Doch dieses vermeintliche Tabuthema wird ausgiebig durch Politik, Medien, Kirchen und Lobbyverbände in die Öffentlichkeit getragen, auf dass diese für Gewalt gegen Frauen sensibilisiert werde. Für das wahre Tabuthema, Gewalt gegen Männer, gilt dies freilich nicht. Erst recht natürlich nicht für die von Frauen ausgehende familiäre Gewalt an Kindern, alten Menschen und Männern, zu der wir in diesem Beitrag weitgehend unbekannte Daten und Fakten zusammengestellt haben.

„Nur 5-10 Prozent der Opfer sind Männer“

Schenkt man den polizeilichen Kriminalstatistiken Glauben, geht Gewalt in Beziehungen zum weit überwiegenden Teil von Männern aus. In diesem sogenannten Hellfeld stellen sie tatsächlich den größten Teil der Tatverdächtigen. Allerdings sind diese polizeilichen Statistiken nur begrenzt aussagefähig. Das wahre Ausmaß häuslicher Gewalt lässt sich nur durch die Erforschung des Dunkelfelds ermitteln, d.h. durch intensive Befragung von Tätern und Opfern im Rahmen von anonymen Interviews. Die vielen Forschungen auf diesem Gebiet ergeben einen sehr eindeutigen Befund: häusliche Gewalt geht zu gleichen Teilen von Frauen wie von Männern aus.

„Jede vierte (jede dritte) Frau wird Opfer häuslicher Gewalt“

"Jede vierte Frau in Deutschland ist von häuslicher Gewalt betroffen" - kein Satz taucht in den einschlägigen Medienberichten häufiger auf als dieser. Für sich genommen, kann (und soll sicher auch) diese Aussage den Eindruck erwecken, dass jeden Abend Millionen von Frauen Prügel durch ihren Partner beziehen. In Wahrheit bezieht sich diese Statistik auf einen Zeitraum von knapp 70 Lebensjahren, umfasst weit überwiegend leichte Fälle von Gewalt und ist alleine schon deshalb von sehr begrenzter Aussagekraft, weil ihr nie die Zahl der Männer gegenübergestellt wird, die ihrerseits Gewalt durch ihre Partnerinnen erfahren. Lesen Sie in unserem Beitrag, wie feministische Interessenverbände die Statistiken munter manipulieren und Daten zurechtbiegen, um zu den gewünschten Ergebnissen zu kommen.

„Gewalt ist eine der häufigsten Todesursachen von Frauen“

Zu den aberwitzigsten Behauptungen, die im Zusammenhang mit Gewalt an Frauen in Umlauf sind, gehört die Aussage, Gewalt sei als Todesursache von Frauen ähnlich verbreitet wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Infektionskrankheiten oder Unfälle. Darlegungen wie diese kommen zustande, wenn man offizielle Studien ganz bewusst derart kreativ interpretiert, dass am Ende möglichst hochdramatische Schlagzeilen herauskommen. MANNdat hat sich die einschlägigen Berichte und Statistiken einmal genauer angesehen und widerlegt im Folgenden den Mythos von der Männergewalt als einer der Haupt-Todesursachen von Frauen.

„Häusliche Gewalt ist die häufigste Verletzungsursache von Frauen“

Seitdem die amerikanische Feministin Susan Faludi 1993 in ihrem Buch "Backlash" die Behauptung aufstellte, die Misshandlung durch den Ehemann sei in den USA die häufigste Verletzungsursache bei Frauen, hat sich diese Legende über die ganze Welt verbreitet. Dem widersprechen jedoch einschlägige Statistiken und Umfragen, die belegen, dass Gewaltanwendungen als Ursache von Verletzungen nur eine untergeordnete Rolle spielen. MANNdat stellt dem beliebten feministischen Mythos die Fakten gegenüber.

„Häusliche Gewalt kommt in allen sozialen Schichten vor“

Dass häusliche Gewalt in allen sozialen Schichten vorkommt, ist für sich gesehen nicht falsch. Falsch ist allerdings das, was dieser Satz dem Leser suggerieren will: dass es eine Gleichverteilung gibt, dass häusliche Gewalt also in reichen Familien genauso häufig vorkommt wie in ärmeren. Motto: Nicht die soziale Schicht begünstigt Gewalt in Beziehungen; entscheidend ist vor allem das Geschlecht. Das ist falsch. In der Unterschicht tritt familiäre Gewalt weitaus häufiger auf als in der Mittel- und Oberschicht.

„Wer als Kind Gewalt erlebt hat, übt später häufig selber Gewalt aus“

Zweifellos "erlernen" Kinder, die in gewaltbelasteten Familien aufwachsen, Gewaltausübung leicht als vermeintliches Mittel zur Lösung von Konflikten. Fragwürdig sind allerdings die Schlussfolgerungen, die feministische Lobbygruppen aus diesen Erkenntnissen ziehen. Für sie identifiziert sich der Junge, der zusieht, wie der Vater die Mutter schlägt, mit der Täterrolle, während das Mädchen eher die Opferrolle verinnerlicht. Was ist aber mit Kindern, die miterleben, wie die Mutter den Vater schlägt? Der Feminismus gibt darauf keine Antwort, weil es diese Konstellation für ihn nicht gibt. Die Wissenschaft geht unbefangener an solche Fragen heran - und kommt zu realistischeren Antworten.

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