Zweiter Bericht zur Situation von Jungen und Männern in Deutschland 2012

von MANNdat

11. Gesamtindex 2012

Der Gesamtindex spiegelt die summarische Bewertung eines jeden Bundeslandes in Bezug auf alle untersuchten Lebenslagen wieder. Er wurde generiert, indem für jedes rote Feld der Wert 1, für orange 0,5, für gelb 0,25 und für blau -0,25 gesetzt wurde und sodann die Summe errechnet wurde. Der Gesamtindex fällt somit umso höher aus, je häufiger in den Einzelindikatoren die für Jungen und Männer nachteiligen Werte auftreten und er fällt außerdem um so höher aus, je stärker sich in den Einzelindikatoren hohe Benachteiligungen häufen. In einem letzten Schritt wurde auf den Gesamtindex wiederum das rot-orange-gelb-Spektrum angewendet (siehe unten).

Wie der Vergleich der Gesamtindizees 2010 mit 2012 zeigt, kam es zu einer Verbesserung der Lage des männlichen Geschlechts – gemessen am hohen Standard der Benachteiligungslage des Jahres 2010! -, die wesentlich auf die Erholung am Arbeitsmarkt zurückgeht. Jugendliche und erwachsene Männer haben dabei ihre Rückkehr in bezahlte Arbeit aus eigener Kraft bewerkstelligt, denn für sie gibt es in Bezug auf die Erwerbsintegration wie auch in Bezug auf alle anderen Lebenslagen keine der Frauenförderung entsprechende, zielgruppenspezifische Unterstützung. Nach wie vor ist jedoch die Benachteiligung von Jungen und Männern in den neuen Ländern deutlich stärker ausgeprägt als in den alten. Die Ausnahme hierzu bilden Niedersachsen und das Saarland, welche als alte Bundesländer ein so hohes Ausmaß an Jungen- bzw. Männerbenachteiligung aufzuweisen hat, wie man es sonst nur in den neuen Bundesländern findet. In der Gesamtschau der im Index abgebildeten Lebensaspekte sind nach wie vor die Bereiche Bildung, Rollenbild und Familienrecht diejenigen, die die Felder der relativ stärksten Benachteiligung des männlichen Geschlechts ausmachen.

Genderindex gesamt im Bild

Gesamtindexwerte der Bundesländer im Bild

Quellenangaben

[1] Gesundheit von Jungen und Männern. Hintergründe, Zugangswege und Handlungsbedarfe für Prävention und Gesundheitsförderung. Dokumentation des BZgA-Fachforums am 2. Oktober 2009. Köln (2011)

[2] Gesund leben und arbeiten inSchleswig-Holstein. Ausgabe 2010. Männergesundheit. Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein. Kiel (2009)

[3] Deutsche Krankenversicherung Pressegespräch 2010

[4] Quelle: Homepage von Männergesundheit.de (Seite nicht mehr abrufbar)

[5] Pressemitteilung vom 28.10.2010

[6] Quelle: Homepage von Männergesundheitsportal.de

[7] Zahl der zu erwartenden Lebensjahre eines Neugeborenen

[8] Lesebeispiel: Die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer in Deutschland liegt 6,3 % unter derjenigen der Frauen.

[9] Maaz, Baeriswyl, Trautwein. Herkunft zensiert? Leistungsdiagnostik und soziale Ungleichheiten in der Schule. Eine Studie im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland. (2011)

[10] Lesehilfe: Die Zahl der männlichen Abgänger allgemein bildender Schulen mit Hochschulreife bleibt im Jahr 2009 in Baden Württemberg hinter der entsprechenden Zahl weiblicher Schulabgänger um 17,8 % zurück.

[11] Lesehilfe: Die Zahl der männlichen Abgänger ohne Hauptschulabschluss überstieg im Jahr 2009 in Baden-Württemberg die Zahl der weiblichen Abgänger ohne Hauptschulabschluss um 47,7 %.

[12] Lesehilfe: Die Zahl männlicher jugendlicher Arbeitsloser überstieg im März 2011 die entsprechende Zahl weiblicher Arbeitsloser um 34,4 %.

[13] Quelle: Der Mythos von den Bildungsverlierern

[14] Der Arbeitsmarkt in Deutschland. Arbeitsmarktberichterstattung – Januar 2012. Zeitarbeit in Deutschland – Aktuelle Entwicklungen. Bundesagentur für Arbeit. Nürnberg (2012)

[15] Lesehilfe: Die Arbeitslosenquote der Männer in Deutschland übersteigt diejenige der Frauen um 15,4 %.

[16] Quelle: Homepage der Bundesagentur für Arbeit

[17] „Ich bin die erste Frau.“ Homepage des BMAS Ursula von der Leyen im Interview mit der FAS vom 20. Dezember 2009. Homepage des Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Aufruf vom 20.03.2012, aktuell nicht mehr verfügbar

[18] Lesehilfe: Gemessen an der Zahl alleiniger Sorgerechtszuweisungen an Mütter in Deutschland gibt es 68,9 % weniger alleinige Sorgerechtszuweisungen an Väter.

[19] Bericht über Gewalt an Männern. Gewaltbericht. Verein vaterverbot.at (2010)

[20] Lesehilfe: Die Zahl der männlichen Gewaltopfer in Deutschland überstieg im Jahr 2010 die Zahl der weiblichen Gewaltopfer um 46,5 %.

[21] Lesehilfe: Die Zahl der männlichen Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt übersteigt die entsprechende Zahl weiblicher Empfänger um 2,6 %.

[22] Beschluss des Bundesvorstands „Schwarz–Gelb blendet Frauenarmut aus“.

[23] Lesehilfe: Gemessen am Anteil weiblicher Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland gibt es 57,3 % weniger männliche Lehrkräfte.

[24] Artikel im Focus Nr. 18 2010

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