Zweiter Bericht zur Situation von Jungen und Männern in Deutschland 2012

von MANNdat

1. Was will der Jungen- und Männer-Genderindex?

Im Jahr 2010 hat MANNdat den ersten Jungen- und Männer-Genderindex vorgelegt. Dieser wies in zentralen Lebensbereichen substantielle Benachteiligungen von Jungen und Männer nach. Nun liegt der Folgebericht vor. Dieser belegt, dass sich gegenüber dem Vorbericht mit Ausnahme des Arbeitsmarktes keine wesentlichen Verbesserungen ergeben haben. Die Besserung der Situation von Männern am Arbeitsmarkt ist indes auch nur der fortschreitenden Erholung von der Wirtschaftskrise des Jahres 2008 geschuldet. Die Arbeitsplätze von Männern sind in zunehmendem Maße prekäre Arbeitsplätze. Mithin ist die derzeitige Verbesserung nur die Kehrseite der Tatsache, dass Männer-Arbeitsplätze in der Krise in weitaus stärkerem Maße wegfielen als Frauen-Arbeitsplätze.

MANNdat wird deshalb auch weiterhin die Benachteiligungen von Jungen und Männern in zentralen Lebensbereichen bekannt machen. Mit den Genderindex-Berichten ermöglicht MANNdat einen datenbasierten Blick auf die Situation von Jungen und Männern in Deutschland. Etwas, das die Befürworter der geschlechterpolitischen Strategie „Gender Mainstreaming“ ja seit Jahren versprochen aber nie gehalten haben. Die bislang einseitige Betrachtungsweise der Geschlechterpolitik wird um einen Blick auf Jungen und Männer ergänzt und wichtige Handlungsfelder für die politischen Akteure werden aufzeigt. Die vorliegenden Zahlen sind umso brisanter, da sie von der deutschen Geschlechterpolitik nach wie vor ignoriert oder verharmlost werden.

Die Geschlechterpolitik kann nur dadurch glaubwürdig werden, indem sie sich den von MANNdat dargestellten Benachteiligungen von Jungen und Männer annimmt und Konzepte entwickelt, diese systematisch zu beseitigen.

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