Ampel-Sondierungspapier – es ist schlimmer als befürchtet

von MANNdat

Der Focus hat das Sondierungspapier der Ampelkoalition veröffentlicht. Wir haben es aus dem männerpolitischen Blick betrachtet und aus dem Steggreif kommentiert.

Nochmals zur Erinnerung: Die beiden männerfeindlichsten Parteien werden zusammen mit der FDP eine Regierung bilden.

Nachfolgend immer einige wichtige Zitate aus dem Sondierungspapier und danach eine kurze Einschätzung durch uns:

Als Fortschrittskoalition können wir die Weichen für ein Jahrzehnt der sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen, digitalen und gesellschaftlichen Erneuerung stellen.

Das ist richtig. Ihr tragt die volle Verantwortung für das, was ihr in vier Jahren in Deutschland tun werdet.

  1. Moderner Staat und digitaler Aufbruch

Die Verwaltung soll agiler und digitaler werden. Wir werden sie konsequent von der Bürgerin und dem Bürger her denken.

Das schreiben drei Parteien, von denen zwei nicht bereit waren, auf unsere Wahlanfragen zu antworten. Wenn sie wirklich Verwaltung vom Bürger her denken wollen, warum tun sie es denn nicht einfach? Das ist nicht authentisch.

Wir wollen die Entscheidungsfindung verbessern, indem wir neue Formen des Bürgerdialogs, wie etwa Bürgerräte nutzen, ohne das Prinzip der Repräsentation aufzugeben.

Auch hier wird es unglaubwürdig. Tatsächlich hat die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung schon kurz nach der Wahl mit einer Diffamierungsaktion mittels einer fetten Diffamierungsschrift, u. a. gegen das Forum Soziale Inklusion und uns, gegen andersdenkende, nicht feministische Menschenrechtler begonnen.

Geschlechterpolitik ist bei allen drei Parteien ausschließlich Frauenmonolog bei gleichzeitiger Ausgrenzung und Mundtotmachen von Männern. Die SPD hat dies durch die „Klappe halten“-Männerpolitik durch ihre SPD-Frauenministerinnen belegt. Bei den Grünen dürfen laut Satzung Männer laut Frauenstatut ohnehin nur etwas sagen, wenn es die Frauen erlauben, und die FDP hat sich noch rechtzeitig vor der Wahl mit ihrem Bekenntnis zum Feminismus bei gleichzeitiger Distanzierung zu den „Liberalen Männern“ bezüglich Jungen-, Väter- und Männeranliegen nicht gerade dialogfreudig präsentiert.

Wir werden sehen, ob den drei Parteien tatsächlich die 180-Grad-Wende bei ihrer Dialogfähigkeit gelingt.

  1. Klimaschutz in einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft

Der menschengemachte Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.

Ist zwar off topic für uns und bestätigt das, was alle wissen. Es wird aber das Hauptthema sein, dem sich alle nachgenannten Themen unterordnen müssen.

  1. Respekt und Chancen in der modernen Arbeitswelt

Außerdem wollen wir eine begrenzte Möglichkeit zur Abweichung von den derzeit bestehenden Regelungen des Arbeitszeitgesetzes hinsichtlich der Tageshöchstarbeitszeit schaffen, wenn Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen dies vorsehen (Experimentierräume).

Unter den längeren Tagesarbeitszeiten dürften vor allem Männer, die ohnehin schon die meisten Überstunden leisten, besonders negativ betroffen sein. Von wegen Fortschritt. Bleibt es beim Männerverheizen für den wirtschaftlichen Erfolg?

Bei den Mini- und Midi-Jobs werden wir Verbesserungen vornehmen: Hürden, die eine Aufnahme versicherungspflichtiger Beschäftigung erschweren, wollen wir abbauen. Wir erhöhen die Midijob-Grenze auf 1.600 Euro.

und

Künftig orientiert sich die Minijob-Grenze an einer Wochenarbeitszeit von 10 Stunden zu Mindestlohnbedingungen. Sie wird dementsprechend mit Anhebung des Mindestlohns auf 520 Euro erhöht.

Als Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sollen prekäre Arbeitsverhältnisse gefördert werden. Das schönt zwar die Arbeitslosenstatistik, ändert aber nichts an den prekären Lebensverhältnissen. Das wird vor allem Männer treffen, denn

Gleichzeitig werden wir verhindern, dass Minijobs als Ersatz für reguläre Arbeitsverhältnisse missbraucht oder zur Teilzeitfalle insbesondere für Frauen werden.

Für Frauen wird es also eine Absicherung geben, um nicht in prekäre Arbeitsverhältnisse zu rutschen, für Männer jedoch womöglich nicht oder wenn, dann nur nachrangig.

Wir wollen, dass Leistung anerkannt wird. Das heißt: Wer gut arbeitet, muss auch gut bezahlt werden und gute Arbeitsbedingungen haben.

Durch Quotengesetze wird sogar ein alleinerziehender Vater gegenüber einer kinderlosen Frau aufgrund seines Geschlechtes bei gleicher, zunehmend sogar bei besserer Qualifikation benachteiligt. Und dieser Vorrang des weiblichen Geschlechts vor Leistung soll nach Ziffer 8, in der mittelbar noch mehr Frauenquotenregelungen gefordert werden, sogar noch verstärkt werden. Das Sondierungspapier widerspricht sich hier.

  1. Soziale Sicherheit bürgerfreundlich gestalten

Gegenseitiger Respekt erwächst nur, wenn niemand sich zurückgelassen fühlt. Wir wollen neue Wege gehen, so dass alle auch konkrete Chancen auf Teilhabe und berufliche Perspektiven haben und Lebensleistung anerkannt wird.

Wir werden relativ schnell sehen, ob wir mit unseren Anliegen für Jungen, Väter und Männer tatsächlich respektvoll behandelt werden und uns Teilhabe gewährt wird. Dies ist bisher nicht der Fall. Wir erinnern hier an die Verweigerung der vom Bundestag bewilligten Fördergelder für das Forum Soziale Inklusion durch das SPD-geführte Familienministerium auf Bundesebene und durch Initiative von Grünen und FDP in Bayern. Und Scholz wollte doch als Finanzminister Männervereinen sogar pauschal die Gemeinnützigkeit entziehen. Dass nun ausgerechnet dieses Teilhabeverhinderungstriplett für Teilhabe sorgen will, scheint äußerst fragwürdig.

Die umlagefinanzierte Rente wollen wir durch die Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie die erwerbsbezogene und qualifizierte Einwanderung stärken.

= noch mehr Frauenquote. Siehe auch Punkt 8.

Die Zuverdienstmöglichkeiten wollen wir verbessern, mit dem Ziel, Anreize für Erwerbstätigkeit zu erhöhen.

Das bedeutet, ein Job wird nicht mehr ausreichen.

In der Gesundheitspolitik wollen wir Vorsorge und Prävention zum Leitprinzip machen.

Messlatte für uns: Aufnahme Bekämpfung Prostatakrebs als Gesundheitsziel in Deutschland; konkrete Einladung von Männern zu Prostatakrebsfrüherkennung analog Brustkrebsfrüherkennung bei Frauen. Auch hier wird sich schnell die Lügenspreu vom Wahrheitsweizen trennen.

  1. Chancen für Kinder, starke Familien und beste Bildung ein Leben lang

In der Familienpolitik bleibt man sehr schwammig. Über Familien von Trennungseltern ist im Sondierungspapier gar nichts explizit aufgeführt. Die Wörter „Wechselmodell“ oder „Paritätische Doppelresidenz“, für die die FDP vor der Wahl ja gestanden ist, kommt im Sondierungspapier nicht vor! Hier wird man sehen müssen, was letztendlich im Koalitionsvertrag steht.

Wir wollen Kindern und Jugendlichen bessere Chancen unabhängig von der sozialen Lage ihrer Eltern ermöglichen. Wir konzentrieren uns auf die Kinder, die am meisten Unterstützung brauchen.

Es klingt unwahrscheinlich, dass man sich statt bisher um die Bildungsförderung von Mädchen nun wirklich vorrangig um die Bildungsförderung von Jungen – die ja die schlechteren Bildungsabschlüsse haben – kümmern will. Wir werden das in Bälde sehen.

Bund, Länder und Kommunen sollen gemeinsam darauf hinwirken, dass jedes Kind die gleiche Chance auf Entwicklung und Verwirklichung hat (Kooperationsgebot).

Siehe oben. Wir werden sehen, ob die Bildungschancen von Jungen an die von Mädchen herangeführt werden.

Wir wollen starke Kinderrechte im Grundgesetz verankern.

Das schreiben die Parteien, die 2012 die Körperverletzung von Jungen durch Beschneidung mehrheitlich unterstützten und damit Jungen die Grundrechte aus Art 1, 2 und 3 massiv einschränkten. Es gibt ja kein Kinderrecht von Jungen auf Gewalt. Wird man hier zumindest endlich das Kinderrecht auf Beziehung zu seinem Vater stärken? Wir sind skeptisch.

  1. Innovation fördern und neue Wettbewerbsfähigkeit erreichen

Wir nutzen das europäische Wettbewerbsrecht und die Stärke des europäischen Binnenmarktes gerade mit Blick auf unfaire Wettbewerbspraktiken autoritärer Regime.

Alle Parteien haben bislang wenig getan, um die Dumpinglohnsituation von osteuropäischen Lkw-Fahrern (fast nur Männer), die auch in Deutschland fahren, zu verbessern.

  1. Offensive für bezahlbares und nachhaltiges Bauen und Wohnen

Hier ist zu erwähnen, dass die Beseitigung von Obdachlosigkeit, wie es eine EU-politische Forderung ist, gar nicht erst genannt wird. Die große Mehrheit der Obdachlosen sind Männer.

  1. Freiheit und Sicherheit, Gleichstellung und Vielfalt in der modernen Demokratie

Achtung, jetzt kommt die volle „Männer sind uns egal“-Breitseite.

Deutschland ist ein modernes Land, mit großer Vielfalt der Gesellschaft, in der unterschiedliche Lebensentwürfe, Lebensumstände und Herkunftsgeschichten zusammenkommen.

und

Wir wollen unsere Rechtsordnung der gesellschaftlichen Realität anpassen. Dazu werden wir u.a. das Staatsangehörigkeitsrecht, das Familienrecht, das Abstammungsrecht und das Transsexuellengesetz ebenso wie die Regelungen zur Reproduktionsmedizin anpassen und beispielsweise Verantwortungsgemeinschaften bzw. einen Pakt für Zusammenleben möglich machen.

„Unterschiedliche Lebensentwürfe“ und „Rechtsordnung der gesellschaftlichen Realität anpassen“. Das kann natürlich sehr viel bedeuten. Das kann bedeuten, dass man Männer unterstützt, sich von ihrem Rollenbild als Frauenversorger und Frauenbeschützer zu emanzipieren. Das widerspräche aber der bisherigen Frauenförderpolitik. Vermutlich ist hier eher die weitere Teilung der Menschenrechte in schutz- und förderwürdigen weiblichen und einen nicht schutz- und förderwürdigen männlichen Teil der Menschheit gemeint.

Grüne und FDP wollen mit ihrem Selbstbestimmungsgesetz nicht nur die einfachere Änderung des Namens. Kinder sollen mit vollendetem vierzehntem Lebensjahr, auch gegen den Willen ihrer Eltern, selbst über einen operativen Geschlechtswechsel – notfalls mit Hilfe des Gerichts – entscheiden dürfen. vermutlich auch das Alter für die Entscheidung über eine Geschlechtsumwandlung auf 14 Jahre herabsetzen. Einen solchen irreversiblen Schritt halten wir für sehr bedenklich. Gerade in einer Zeit, in der Kinder in der Pubertät sind und in einem Schulwesen und einer Gesellschaft, in denen Jungen tagtäglich eingeredet wird, dass sie die schlechteren Menschen seien und man so wie sie sind gar nicht haben möchte, halten wir dies für sehr problematisch. In solch einem Umfeld können Kinder nicht frei entscheiden, sondern werden durch gesellschaftlichen Druck manipuliert.

Deutschland ist ein modernes Einwanderungsland.

….Komma, in dem männliche Migranten bei der geschlechterspezifischen Förderung wie eh und je ausgegrenzt werden.

Wir wollen unser sicheres Land noch sicherer machen. Jede und jeder in Deutschland soll sich sicher fühlen – ob auf der Straße, zu Hause oder im Netz.

Jeder? Hohe oder hohle Worte? Wir werden sehen, ob männliche Gewaltopfer wie bislang marginalisiert, ignoriert und ridikülisiert werden.

Wir wollen Freiheit und Sicherheit gewährleisten und die Bürgerrechte stärken.

Wirklich alle? Siehe vorgenannten Kommentar.

Wir werden in allen Bereichen entschlossen gegen Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus, Islamismus, Linksextremismus, Queer-Feindlichkeit und jede andere Form der Menschenfeindlichkeit vorgehen, damit Vielfalt auch in gleicher Sicherheit für jede und jeden möglich ist.

Wirklich gegen jede? Auch gegen Männerfeindlichkeit? Wir werden sehen.

Die öffentliche Hand sowie ihre Institutionen müssen hier Vorbild sein.

Ja, das muss sie. Wir werden die Regierung an diesen Anspruch erinnern.

Dazu dient auch ein Demokratiefördergesetz.

Wir weisen darauf hin, dass die Amadeu Antonio Stiftung aus dem Fördertopf für „Demokratie leben“ im Jahr 2020 satte 476.956,36 Euro und für 2021 mind. weitere 441.692,88 Euro aus Steuergeldern erhielt. Und was macht sie damit? Sie verbreitet damit u. a. auch bewusst Unwahrheiten über nicht feministische Menschenrechtler. Ist das unter „Demokratieförderung“ gemeint?

Wir werden das Selbstbestimmungsrecht von Frauen stärken und die eigenständige Existenzsicherung fördern.

Man beachte – eine Stärkung des Selbstbestimmungsrechts von Männern ist nicht vorgesehen! Also für Männer doch wieder nur die Versorger- und Frauenbeschützerrolle?

Wir wollen, dass Frauen und Männer gleichberechtigt an gesellschaftlichen Entscheidungen sowie am Erwerbsleben teilhaben können

= „Paritäts“gesetz, d.h. Einschränkung der Wahlfreiheit mit dem Ergebnis Männerteilhabe kleiner gleich 50%.

und in gleicher Weise in der Lage sind, eigenständig ihren Lebensunterhalt zu sichern und für ausreichende Alterssicherung zu sorgen.

Achtung „gleich“ = Gleichstellungspolitik = reine Frauenförderung; in Gleichstellungsgesetzen haben nur Frauen das aktive und passive Wahlrecht. Gleichstellungsbeauftragte sind deshalb ausschließlich reine Frauenlobbyistinnen. Bitte nicht von dem euphemistischen Begriff „Gleichstellungsbeauftragte“ in die Irre führen lassen. Siehe auch die Relativierung von „gleicher Weise“ im nachfolgenden Satz. „Gleiche Weise“ heißt nämlich

Der Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt wollen wir entgegenwirken und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern.

Hier verlässt das Sondierungspapier endgültig den Boden der Wahrheit. Männer sind stärker von Arbeitslosigkeit betroffen. Und Männer werden bei Bewerbungsverfahren, nicht zuletzt durch diskriminierende Quotengesetze bei Bewerbungen benachteiligt, wie wir durch mehrere Studien belegt haben. Das bedeutet, wir haben es bei der Ampel mit politisch Verantwortlichen zu tun, die ihre Politik auf Basis von Unkenntnis betreiben.

Wir wollen die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern wirksam verringern. Wir werden uns für mehr Vielfalt in der Arbeitswelt einsetzen und dafür Sorge tragen, dass mehr Frauen in Führungspositionen kommen.

Der alte Bluff des statistischen Bundesamtes mit dem Gender Pay Gap. D. h. noch mehr Frauenquotengesetze, d. h. weibliches Geschlecht vor Qualifikation. Das widerspricht sich mit der Forderung aus Ziffer 3 „Wir wollen, dass Leistung anerkannt wird.“

Wir wollen, dass das tägliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen selbstverständlich wird und werden daher die Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern mit Behinderungen weiter ausbauen – auf dem Arbeitsmarkt und durch die Förderung von Barrierefreiheit im Alltag, beim Wohnen und im digitalen Raum.

Das ist sehr interessant, insbesondere, wenn man weiß, dass gerade im Sozialgesetzbuch viele wesentliche Jungen und Männer benachteiligende Sexismen vorhanden sind. Nehmen wir gerade das Beispiel behinderte Menschen und Arbeitsmarkt. Nach Art 3 (2) GG sind Männer und Frauen gleichberechtigt. Nach Art 3 (3) darf niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Dieses Grundrecht wird für männliche Behinderte im Sozialgesetzbuch Band IX (SGB IX) wesentlich eingeschränkt. So heißt es § 49 (2): „Frauen mit Behinderungen werden gleiche Chancen im Erwerbsleben zugesichert, insbesondere durch in der beruflichen Zielsetzung geeignete, wohnortnahe und auch in Teilzeit nutzbare Angebote.“

Im Gegensatz zum Art 3 GG werden lediglich Frauen mit Behinderungen, nicht jedoch Männern mit Behinderungen gleiche Chancen im Erwerbsleben zugesichert. Diese Formulierung war schon seit Beginn des Sozialgesetzbuches 2001 Bestandteil, ursprünglich allerdings in §33. Siehe Bundesgesetzblatt Teil I2001Nr. 27 vom 22.06.2001Sozialgesetzbuch – Neuntes Buch – (SGB IX) Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen

Dieser Sexismus wurde also zu einer Zeit gesetzlich verankert, als es eine Bundesregierung von SPD und Grünen gab. Wir sind gespannt, ob SPD und Grünen jetzt mit FDP tatsächlich auch Männern mit Behinderungen gleiche Chancen im Erwerbsleben zugesichert werden.

Wir wollen die Vielfalt und die Freiheit des Kulturlebens sichern.

Ja, Zensurfreiheit tut not in unserer Zeit. Ist das Ampeltripel fähig, diese Zensurfreiheit zu gewährleisten? Wir sind skeptisch, werden aber sehen. Das Böllsche Denunziantenpamphlet (siehe oben noch vor Punkt 1) lässt Schlimmes erahnen.

Wir wollen das Wahlrecht überarbeiten, um nachhaltig das Anwachsen des Deutschen Bundestages zu verhindern.

Wirklich nur um das Anwachsen des Deutschen Bundestages zu verhindern oder auch um die Wahlfreiheit („Paritäts“gesetz) einzuschränken? Wähler sei wachsam. Es ist wahrscheinlich, dass man das eine mit dem anderen in einem Gesetz verknüpft und so die Einschränkung der Wahlfreiheit durch die Paritätsvorgabe mit der Reduktion des Bundestages (der Deutsche Bundestag hat derzeit 736 Abgeordnete und damit mehr als das EU-Parlament mit 705!) schmackhaft zu machen.

Das Wahlalter für die Wahlen zum Deutschen Bundestag und Europäischen Parlament wollen wir auf 16 Jahre senken.

Die Grüne Jugend hat vor Kurzem die Rabulistin Sarah-Lee Heinrich zur Vorstandssprecherin gewählt, die in ihrer Teenagerzeit mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Hate Speech auffiel, z. B. „NICHT ALLE MÄDCHEN MÖGEN BLUMEN DU SEXISTISCHES SCHWEIN ICH WILL DICH VERBRENNEN ALLE MÄNNER SIND SCHEISSE.“ Das war nicht der einzige rabulistische Ausrutscher. Heinrich hat sich inzwischen von einigen Tweets im Teenager-Alter distanziert (nicht für den männerfeindlichen Spruch!) und diese Äußerungen bedauert, sowie angeblich über tausend Tweets gelöscht.

O.K., eine männerfeindliche Partei mit einer männerfeindlichen Jugend wählt eine männerfeindliche Vorstandssprecherin. Das ist nicht überraschend. Aber man entschuldigt dies dadurch, dass die Teenagerin damals ja noch zu jung war. Jetzt will man das Wahlalter herabsetzen, damit eben „zu junge“ Leute wählen können.

  1. Zukunftsinvestitionen und nachhaltige Staatsfinanzen

Wir wollen zusätzliche Haushaltsspielräume dadurch gewinnen, dass wir den Haushalt auf überflüssige, unwirksame und umwelt- und klimaschädliche Subventionen und Ausgaben überprüfen.

Vorschlag: das milliardenschwere Professorinnenprogramm und Ausgaben für Diffamierungspamphlete gegen Andersdenkende streichen. „In der Wissenschaft geht es um Sachen, nicht um Personen“. (Mme. Curie)

  1. Deutschlands Verantwortung für Europa und die Welt

Wir werden die Europäische Union (EU) stärken, um unserer Verantwortung zu entsprechen. Unsere Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik werden wir wertebasiert und europäischer aufstellen. Die strategische Souveränität Europas wollen wir erhöhen.

und

Wir werden (…) deutsche Interessen im Lichte der europäischen Interessen definieren.

Was jetzt? Doch weg mit Atomwaffen – eine der Urforderungen der Grünen – oder doch neue Kampfflugzeuge, die mit Atomwaffen der Verbündeten bestückt werden können?

Eine Unterordnung der nationalen Interessen zu Gunsten der Interessen anderer ist gerade im Licht der zunehmenden Spannungen verschiedener Machtblöcke ein großes Risiko. Siehe auch weiter unten das Verheizen insbesondere männlicher Menschenleben bei Auslandseinsätzen. Damit wird zudem der Posten des deutschen Außenministers abgewertet und zu einem Überbringer der Forderungen anderer – ein Eventposten mit Postbotenfunktion? Mal gespannt, wer diesen „Spaßposten“ besetzen darf.

Wir befähigen die liberalen Demokratien Europas dazu, Desinformation, Fake-News-Kampagnen, Propaganda sowie Manipulationen aus dem In- und Ausland besser abwehren zu können.

Eigentlich sehr gut. Aber selbsternannte Meinungswächter, die auch Unwahrheiten über Kritiker der aktuellen Geschlechterpolitik verbreiten, werden mit Steuergeldern finanziert. Siehe hierzu auch Ziffer 8 zum Demokratiefördergesetz. Man macht hier den Bock zum Gärtner. Hier muss man sehr aufpassen, ob es wirklich um Fake-News oder die Einschränkung und Verhinderung unbequemer Tatsachen geht.

Unsere Soldatinnen und Soldaten leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Internationalen Sicherheit.

und

Die gewonnenen Erkenntnisse müssen praxisnah und zukunftsgerichtet aufbereitet werden, so dass sie in die Gestaltung zukünftiger deutscher Auslandseinsätze einfließen.

Das klingt nach noch mehr Verheizen von insbesondere männlichen Soldatenleben im Ausland.

Wir bekennen uns zur humanitären Verantwortung, die sich aus dem Grundgesetz, aus der Genfer Flüchtlingskonvention sowie der Europäischen Menschenrechtskonvention ergibt.

Dann sind wir mal gespannt, wann die Ampel die Menschenrechtsverletzungen gegen Väter in Deutschland beendet und bei „humanitären“ Einsätzen nicht mehr „Frauen und Kinder“, sondern alle Menschen, unabhängig vom Geschlecht evakuieren lässt.

Und auch laut Europäischer Menschrechtskonvention gilt die Unschuldsvermutung – Stichwort „Falschbeschuldigung“. Die SPD-Politikerin Manuela Schwesig hatte in ihrer Amtszeit übrigens als Bundesfrauenministerin ihr Amt instrumentalisiert, um in einem laufenden Prozess Partei für eine Falschbeschuldigerin zu ergreifen.

Fazit

Das Sondierungsprogramm ist erwartungsgemäß sehr populistisch. Man will dem Wähler so kurz nach der Wahl und der Erinnerung an die Wahlversprechen nicht vor den Kopf stoßen. Das Programm enthält aber viele Widersprüche. Die partizipierten Parteien outen sich in weiten Strecken als nicht authentisch und leider auch inkompetent, z. B. was die geschlechterspezifische Situation auf dem Arbeitsmarkt anbelangt. Unsere Prognose: Geschlechterpolitik wird weiterhin auf Basis von Halb- und Unwahrheiten betrieben und bleibt reine Frauenförderpolitik. Weitere Einschränkungen der Grund-, Bürger- und Menschenrechte von Jungen. Vätern und Männern, z. B. durch Paritätsgesetze, weitere Quotengesetze usw., sind relativ sicher.

Wir werden in zukünftigen Beiträgen sicher immer wieder einmal auf die Versprechen der „Ampel“ zurückkommen.

 

Quelle Beitragsbild: kommentar-adobe-stock-von-magele-picture

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Lesermeinungen

  1. Von Altschneider

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  2. Von wolf

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  3. Von nico

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    • Von Christina

  4. Von nico

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  5. Von nico

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    • Von Dr. Bruno Köhler

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